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  • Edinburgh

    Vor zwei Wochen war ich beruflich in Linlithgow. Linlithgow ist ein kleiner Ort ca. 20km außerhalb von Edinburgh, der Hauptstadt von Schottland. Meine Firma betreibt dort oben ein großes Rechenzentrum und ab und an müssen wir dort hinauf, wenn unsere Kunden sehen wollen, was unsere Systeme denn alles besser können als die Konkurrenz. Für die Computertechniker unter euch: Die Anlage in Linlithgow gehörte ursprünglich Sun und wurde für das Herstellen deren Hardware genutzt. Zu den Topzeiten befanden sich dort um die 2000 Leute. Allerdings produziert Oracle keine Hardware mehr in Linlithgow und so steht heute eine der zwei Hallen komplett leer während die Zweite auch nur mehr zu einem Drittel gefüllt ist. Die Mitarbeiterzahl ist ebenfalls auf ein paar Hundert gesunken.
    Da ich noch nie in Schottland war und mein Flug von der Firma gesponsert wurde, ließ ich es mir natürlich nicht nehmen das Wochenende in Edinburgh zu verbringen. Das Wetter war leider nicht das Beste, kalt und windig, aber das schreckt einen eingefleischten Österreicher der den Winter kennt natürlich nicht so schnell ab. Es sollte sich außerdem heraus stellen, dass es ein gutes Wochenende war um nicht in London zu sein. Grund dafür war, dass London über dieses Wochenende eingeschneit wurde und die ganze Stadt somit zum Stillstand kam. Die Briten können scheinbar überhaupt nicht mit Schnee umgehen, schon ein paar Zentimeter reichen und die Stadt liegt lahm. Aber zurück zu Edinburgh. Wie vorher schon erwähnt, Edinburgh ist die Hauptstadt von Schottland. Die Schotten sind so halb unabhängig von den Briten, aber dann doch wieder nicht ganz. So richtig habe ich noch nicht hindurch geblickt, aber die Schotten haben ihr eigenes Parlament, dass sich natürlich in Edinburgh befindet und sie drucken auch ihr eigenes Geld, dass noch immer Pfund sind und in ganz Großbritannien gilt, aber anders aus sieht. Manche von den Schotten reden auch von kompletter Unabhängigkeit, obwohl mir bestätigt wurde, dass das eher ein paar komische Kauze sind und eine Unabhängigkeit alles andere als realistisch ist. Ich fand es jedoch witzig, denn es war König James der 5. von Schottland, der König James der 1. von England wurde und dann England und Schottland vereinte. Sprich, die Schotten haben England und Schottland vereint und nicht die Engländer, wie manch einer vielleicht denken mag. In Edinburgh steht auch eine riesen große alte und sehr gut erhaltene Burg die heutzutage als Nationalmuseum dient. Edinburgh an sich ist wahnsinnig gut erhalten geblieben. Einer der Gründe ist, dass es hauptsächlich von den großen Kriegen und Weltkriegen verschont geblieben ist. Und so kommt es, dass man heute noch durch die Jahrhunderte alte Altstadt marschieren kann und man sich wie im Mittelalter fühlt. Ich für meinen Teil werde definitiv nochmal im Frühling oder Sommer hinauf fliegen, hoffentlich natürlich wieder auf Firmenkosten! 😉

  • Sportlicher Sonntag

    In meinem letzten Blogeintrag hab ich die International Series der NFL ja nicht allzu gut weg kommen lassen. Nebenbei bemerkt lies mich mein Ex-Arbeitskollege und American Football Guru Roman nach Veröffentlichung des Eintrages wissen, dass es sehr wohl ein Saisonspiel war und es tatsächlich um etwas ging. Naja, ich vermute mal, dass die Rams wirklich so schlecht sind, aber wie auch immer! Auf jeden Fall dachte ich mir, dass wenn ich schon schimpfe, dass ich euch dann auch zeigen muss, wie es bei einem richtigen NFL Spiel zu geht. Ungefähr ein Jahr zuvor, am Sonntag, dem 11. Dezember 2011 um genau zu sein, hatte ich einen kleinen Sportrausch, wenn man das so sagen kann. Ich bekam eine Email von meinem Ex-Arbeitskollegen Bret mit der Frage, ob ich denn nicht 4 Karten für das New York Jets Spiel haben mochte. Wer sich jetzt gerade etwas wundert, im Dezember 2011 war ich noch in New York und ja, das ist ein Blogeintrag der schon vor einem Jahr statt finden hätte sollen! Also zurück zu Bret und den Karten. Da dies mein erstes Live-NFL Spiel und leider auch einziges war, die Karten sind alles andere als billig, schlug ich bei dem Angebot natürlich sofort zu. Jetzt hieß es 3 weitere Personen zu finden. Und wie das Glück so will, hatten sich diese 3 Mitstreiter auch schnell in James, Verena und Pumsti gefunden. Es ging also auf zum Stadium drüben in Jersey. Die Jets spielten gegen die Kansas City Chiefs. Auch die Chiefs waren, wie sich raus stellte, nicht die beste Truppe und so zermalmten die Jets die Chiefs auf dem Spielfeld. Dabei muss man jedoch auch anmerken, dass das eines der wenigen Spiele der letzten Saison war, wo die Jets gewonnen haben. 2011 war definitiv auch nicht deren Jahr.




    Natürlich war der Sonntag mit einem 4 Stunden Football Spiel noch nicht gelaufen (von 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr). Zuerst gings für uns vier mal zurück nach Manhattan. Dort angekommen beschlossen wir den Tag bei einem gemeinsamen Abendessen bei BareBurger auf der 14th Street ausklingen zu lassen. Verena und Pumsti hatten dann noch ein Eishockey-Spiel der New York Rangers im Madison Square Garden auf dem Programm. Aber wie es der Zufall wollte, hatte Pumsti mit seiner damaligen Rolle in der Firma alle Hände voll zu tun und so stellte sich beim Abendessen heraus, dass er lieber nach Hause gehen und noch einige Dinge erledigen wollte. Die Gelegenheit beim Schopfe gepackt, bot ich mich sofort als Begleitschutz für Verena an. Die Karten waren immerhin schon gekauft und ich hatte auch nichts Besseres mehr vor als vielleicht meinen Kühlschrank noch ein paar Biere zu entlocken. Beide stimmten mit ein und so gings auf zu den Rangers. Aber es kam noch besser! Die Karten waren eigentlich ein Dankeschön für Verena, welche sie von den zwei Freundinnen bekam, die während der Woche auf ihrer Couch schliefen. Kurzum: Die Karten waren gratis! 🙂

  • American Football in London

    Oktober war ein Monat in dem sich viel tat. Größtes Ereignis war wohl der Umzug in meine eigene Wohnung. Aber ich bekam auch Besuch aus New York von Clive und sah mir ein Football Spiel im Stadion an, ehe ich dann in den wohl verdienten Thailand Urlaub flog. Wie, was, wo? Football in London, aber die Briten spielen doch Rugby und kein Football! Das stimmt auch, aber einmal im Jahr, schafft es die NFL dann doch herüber auf den alten Kontinent und bringt ein Spiel nach London bevor die offizielle Saison in den USA beginnt. Das Ganze trägt den Titel NFL International Series was irgendwie lustig is, da das N in NFL für National steht. Der Zweck jedoch besteht darin American Football in Europa mehr zu verbreiten. Die Kontrahenten dieses mal waren die New England Patriots und die St. Louis Rams. Leider ein eher unausgeglichenes Spiel und die Patriots vernichteten die Rams regelrecht. Man muss allerdings anmerken, dass die International Series Spiele natürlich nur Freundschaftsspiele sind und somit ist auch der Einsatz dementsprechend gering. An ein richtiges NFL Spiel kommt es halt nicht heran, aber Joe, seine Freundin Charlotte, Clive und ich hatten trotzdem unseren Spaß und während der 4 Stunden Spielzeit kam mir auch die eine oder andere Erinnerung…

  • Winter Wunderland

    Die Zeit der Christkindlmärkte und des Glühweines ist in Österreich ja leider oder eher Gott sei Dank schon wieder vorbei. England besitzt ja leider keine Weihnachtsmarkt-Kultur. Das scheint etwas Deutsch-österreichisches zu sein. Unser Land ist halt doch noch das Beste, vor allem wenn es um Geselligkeit geht! Jedoch hat sich das Phänomen Christkindlmarkt dann doch bis nach London durch gerungen und jedes Jahr wird zwischen Ende November und Anfang Jänner im Hyde Park ein „Winter Wonderland“ errichtet. Das musste ich mir natürlich auch einmal an sehen und so bin ich da gleich mal hin marschiert. Zu sehen bekam ich einen Mix aus Urfahr-Markt, Oktoberfest und Christkindlmarkt. Aufgebaut war der Park eigentlich als Christkindlmarkt mit den ganzen verschiedenen Ständen für Weihnachtszeug und natürlich auch die Glühweinstände. Allerdings war der Glühwein mit nichts von uns zuhause zu vergleichen und ich glaube jeder Stand hatte den gleichen Glühwein von der selben Firma. Zumindest sah ich bei jedem Stand an dem ich war die selben Kanister mit der Aufschrift „The spiced wine company„. Naja, die Nachfrage nach Glühwein wird in England nicht so groß sein, da kann ich mir gut vor stellen, dass es vielleicht sogar nur diese eine Firma geben wird. Trotzdem, trinkbar war er zum Glück und so genoss ich auch nach Weihnachten noch den einen oder anderen Glühwein. Wie gesagt, aufgebaut war der Markt eigentlich als Christkindlmarkt, jedoch dachten sich die Briten wohl, dass die bayrischen Oktoberfest Stände auch nicht fehlen dürfen und so gab es genügend Münchner Hofbräu und diverse Würste zu kaufen. Eine Weisswurst passt ja nicht so ganz in den Winter rein, die ist im Schnee viel zu gut getarnt! 😀 Aber als ich dann die Stände mit den Käsekrainern entdeckte! :O Ich muss da definitiv noch einmal hin!!! Ja und dann waren da noch die ganzen Attraktionen für die Kinder. Das Wonderland sah, sobald man den Kopf hob, aus wie der Urfahr-Markt. Und teilweise dürften sie die Geräte sogar von uns haben, denn auf nicht allzu wenigen steht „Eingang“, „Ausgang“ oder gar die ganze Bezeichnung auf Deutsch wie bei der „Wilden Maus“. Das fällt einem am Anfang gar nicht so auf, weil man im Kopf nicht umdenkt, dass das jetzt Deutsch ist. Man liest und verstehst es einfach, ohne groß nach zu denken. Naja, genug getippt, auf zu den Fotos! Mal sehen, ob ihr sofort erkennt, auf welchen Bildern die Wörter auf Deutsch stehen – jetzt vermutlich schon! 🙂


    Die wohl beste Erfindung seit der Erfindung des Rades: Eine Karusell-Bar! Ich trau mir wetten, die ist dazu gemacht, dem Drehwurm bei erhöhtem Glühweinkonsum entgegen zu wirken – GENIAL!

    Österreich Fahnen wohin das Auge blickt! 🙂

    Jamie Oliver darf mit seinem Klumpat-Futter natürlich auch nicht fehlen. Aber gegen die Käsekrainer kommt er niemals an! 😀

    Haribo macht Kinder froh und deren Eigentümer ebenso, nachdem sie ja scheinbar überall auf der Welt vertreten sind!



  • Silvester 2012

    Slivester wurde bei mir in London gefeiert. Leider hatte ich keinen Urlaub mehr, da ich 2012 nur mit 3 Wochen aus stieg und ich auch nach Thailand wollte (Bericht folgt, hab Tonnen an Fotos, die zuerst durch gegangen werden müssen). Jedoch war das halb so wild, da ich sowieso ein Silvester in London verbringen wollte, so wie ich es auch damals in New York gemacht habe. Glücklicherweise waren Joe und Charlotte auch mehr oder weniger in London gestrandet und als wir dann konkrete Pläne schmiedeten, konnten wir noch Fran, James und Will für uns gewinnen. Eigentlich waren es noch mehr, aber Pläne ändern sich halt und so sagten die einen dann doch wieder ab (ja Rainer D., du hast was versäumt! Selbst schuld!) und andere konnten es einfach nicht einrichten. Hinten nach, bzw. heute in der Arbeit, meinte mein Kollege auch noch, dass er lieber mit uns gefeiert hätte. Seine „private Party in SOHO“ hatte sich dann doch eher als überlaufene Wohnung in Chinatown heraus gestellt. Hilft nicht, 2012 gehört der Vergangenheit an und so auch die Erinnerungen an die Silvesternacht – egal ob gut oder schlecht.
    Was uns 5 angeht, wir haben uns Tickets für ein Schiff auf der Themse organisiert. Ursprünglich dachte ich, dass das Schiff auf der Themse auf und ab fahren würde, das stellte sich allerdings als falsch heraus. Es war fest verankert und blieb dort wo wir es betraten. Aber auch das sollte kein Problem sein, da in London nur beim London Eye ein Feuerwerk gezündet wird. Eine Tatsache, die mir bis dahin unbekannt war. Ich hätte gedacht, dass es überall in der Stadt Feuerwerke zu sehen gibt. Aber das Schiff stand an einer günstigen Position bei Temple was uns direkte Sicht auf das London Eye gab, wie ihr auf den Fotos unten sehen könnt. Daher war es also egal, dass sich das Schiff nicht bewegte. An Board gabs den ganzen Abend, also von 20:00 Uhr bis 2:00 Uhr gratis Bier und Wein, sowie ein Abendessen um 21:00 Uhr, leichte Snacks durch gehend und ein Frühstück um 1:30 Uhr (welches ich irgendwie nie zu Gesicht bekam, aber mir wurde versichert, dass es serviert wurde! 🙂 ) Unter Deck hatten wir einen DJ, der zuerst ein paar alte Scheiben hervor lockte, dann aber doch endlich auf Party um stieg, was die Stimmung schlussendlich zum Kochen brachte. Um Mitternacht gings dann rauf an Deck, wo wir bei Sekt und für mich meine Zigarre das neue Jahr begrüßten. Der Ausblick auf das Feuerwerk und die Menschenmasse hinter uns auf der Straße waren unglaublich! Glücklicherweise waren die Gäste an Board abgezählt und so hatten wir keinerlei Probleme mit einer Überfüllung. Im Gegenteil, an Deck war mehr als genügend Platz für uns alle. Da war ich dann schon froh darüber, als ich sah, wie sich tausende Menschen auf der Straße zusammen pferchten. Nach dem Feuerwerk gings dann natürlich noch weiter, und auch um 2:00 Uhr war der Spass noch nicht vorbei, so wie ursprünglich geplant. Wir wurden nicht sofort von Board geworfen, mussten aber für Drinks bezahlen. Wie soll ich sagen? Wenn man von 20:00 Uhr bis 2:00 Uhr gratis Drinks bekommt und dann noch für viele Drinks an der Bar zahlen muss, der hat definitiv das Konzept nicht ganz verstanden! Irgendwann sollte aber dann auch für uns der Abend zu Ende sein und ich fand mich gegen 5:00 Uhr auf meiner Couch wieder, wo ich mein eigenes erstes Neujahrs-Bier genoss…

    Begonnen wurde zuerst einmal an Land. Ein Pub nahe Blackfriars sollte uns als Treffpunkt dienen. Dies gab mir die Gelegenheit, noch ein paar Schnappschüsse von London bei Silvester zu machen:

    Die Shard

    Blackfriars Bridge

    St. Paul’s Cathedral

    London Eye

    Partystimmung

    Noch mehr Partystimmung

    Die Stimmung läuft schon über… oder doch das Bier?

    Joe wird auch schon wunderlich und schneidet komische Grimassen

    Ob er wohl noch zu stehen vermag?

    Ja, er steht noch – zumindest mit Will’s Hilfe!

     

     

     

     

     

    Countdown!

     

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    HAPPY NEW YEAR 2013!!!